Willkommen   Click to listen highlighted text! Willkommen

Mehr Aufenthaltsqualität im Bereich der Lohstätte

Mehr Aufenthaltsqualität im Bereich der Lohstätte

Voll war es im Foyer der Klever Stadthalle, als die Stadt Kleve ihre Pläne für die Neugestaltung des Stadthallenumfelds vorstellte. Rund 120 Klever Bürgerinnen und Bürger hatten sich eingefunden, um sich darüber zu informieren, welche Ansätze und Ziele die Stadt verfolgt und welche Einschränkungen und Kosten auf die Anlieger zukommen. Die Umgestaltung erfolgt in mehreren Bauabschnitten, wobei zunächst der Fokus auf dem Bereich zwischen Brücktor und Wasserstraße liegt. Unterschiedliche Ansichten herrschen hinsichtlich der Parkplatzgestaltung: Während ansässige Praxen und Gewerbetreibende auf mehr Parkplätze hoffen, wünschen sich andere Teilnehmer weniger Stellflächen für Fahrzeuge. Auch eine Verkehrsberuhigung des Bereichs wurde vorgeschlagen. Im nächsten Schritt sollen die Änderungsvorschläge, soweit wie möglich, in die Planungen einbezogen werden.

 

Jürgen Rauer stellte zu Beginn die Ziele der Neugestaltung vor.

Zunächst begrüßte Bürgermeisterin Sonja Northing die Besucher, ehe Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer das Hauptziel der Maßnahme deutlich machte: „Wir möchten die Stadt näher ans Wasser bringen. Uns ist es wichtig, den Klevern auch im Bereich der Stadthalle das Wasser zugänglich zu machen.“ Zurzeit ist der Aufenthalt am Spoykanal aufgrund der hohen Böschung nicht möglich. Damit setzt die Verwaltung einen Wunsch der Politik um. Die Grundzüge der vorgestellten Planung für den Bereich zwischen Brücktor und Wasserstraße wurden in dieser Form in der Ratssitzung am 28. Juni dieses Jahres einstimmig beschlossen.

In seiner Präsentation der Pläne arbeitete Bernhard Klockhaus, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, weitere Vorteile der Neugestaltung heraus. Dabei wurde auch ein kurzer Blick auf die Gesamtplanung geworfen: „Wir möchten einen Uferwanderweg schaffen, der sowohl von Fußgängern als auch Radfahrern genutzt werden kann.“ Dazu soll die parallel zum Spoykanal verlaufende Straße Bleichen wegfallen. Auch der Bereich der Lohstätte wird sein Erscheinungsbild gänzlich verändern. Der neue Plan sieht vor, die Straße mitten über den jetzigen Parkplatz verlaufen zu lassen. Neuer Parkraum soll auf beiden Straßenseiten entstehen. „Derzeit befinden sich dort 70 Parkplätze, nach der Umgestaltung sind es noch 64“, so Klockhaus. „Wir möchten dort mehr Aufenthaltsqualität schaffen, indem wir die Flächen vor den Ladenlokalen großzügiger und ansprechender gestalten, sodass sich dort beispielsweise Gastronomie entwickeln kann.“

Parkplätze

Unterschiedliche Ansichten hatten die Besucher hinsichtlich der Anzahl der zu schaffenden Parkplätze. Die Befürworter für eine Steigerung und eine Reduzierung der Anzahl hielten sich die Waage. Die Planer verwiesen in diesem Zusammenhang auf den nächsten Schritt der Planung, wenn der Bereich südlich der Stadthalle bis zur Worcesterbrücke neu strukturiert wird: Dort könnten zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Fest vorgesehen ist dort auch die Anlage von Spielplätzen, die die bisherigen Geräte neben dem Hallenbad ersetzen sollen. Dieser Bereich muss aber noch überplant werden.

Rund 120 Klever Bürger hatten sich in der Stadthalle eingefunden.

Gesamtkosten ca. 2,6 Millionen Euro

Die gesamte Umgestaltung des Stadthallenumfeldes kostet ca. 2,6 Millionen Euro, von denen gut 500.000 Euro für die Erneuerung der Kanalisation anfallen. Insgesamt sind ca. 36 Monate für die Umsetzung veranschlagt. Um die Belastung für die Anwohner einzuschränken, wurde die Maßnahme in sechs Bauabschnitte unterteilt, von denen die ersten beiden im kommenden Jahr realisiert werden. Zunächst werden die städtischen Gebäude an der Lohstätte abgerissen; anschließend erfolgen die Kanalsanierung und der Straßenausbau. Hierbei wird der Straßenverlauf optimiert. Im Zuge der Kanal- und Straßenbaumaßnahmen müssen 35 Bäume gefällt werden, die auf dem Kanal und in der Böschung stehen oder teilweise abgängig sind.

Beteiligung der Anlieger

Für die Anlieger der Stadthalle stellte sich neben den Einschränkungen während der Bauphase vor allem die Frage nach der Kostenbeteiligung. Derzeit kann die Stadt Kleve die Anliegerbeiträge noch nicht definitiv beziffern. „Die Anlieger erhalten zum Start der Baumaßnahme einen Vorauszahlungsbescheid, mit dem 75 Prozent der erwarteten Kosten, die auf Straße, Gehweg und Beleuchtung entfallen, erhoben werden. Den genauen Betrag kennen wir allerdings erst nach Abschluss der Maßnahme“, so Klaus Keysers, Leiter des Fachbereichs Finanzen und Liegenschaften, der die Anlieger gleichzeitig aber beruhigt: „Es ist auf Antrag möglich, Ratenzahlungen oder Stundungen zu vereinbaren, sodass der Gesamtbetrag nicht auf einen Schlag überwiesen werden muss.“



Klicken Sie hier, um den markierten Text zu hören!